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Kunden schätzen regionale Produkte

Jahreshauptversammlung der Bäcker-Innung im Zeichen der Pandemie – Blumen für Jahrgangsbeste der Meisterprüfung

Bäckerin Christine Bittner hat als Jahrgangsbeste die Meisterprüfung abgelegt. −F.: red

Quelle: pnp

Obermeister Günter Wagner von der gleichnamigen Bäckerei in Ruhstorf freute sich, die frischgebackene Bäckermeisterin Christine Bittner begrüßen zu dürfen. Sie hatte die Meisterprüfung nicht nur erfolgreich abgeschlossen, sondern war als Jahrgangsbeste hervorgegangen. Völlig bescheiden erklärte sie, dass es ganz einfach "ihre" Themen gewesen seien, die bei der Prüfung behandelt wurden.

In seinen Ausführungen ging Obermeister Wagner auf die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie ein. Die Bandbreite reiche von "existenzbedrohend" bis "gute Umsatzzahlen". Viele Betriebe hätten den Lockdown genutzt, um ihren Betrieb, die Abläufe und auch die Investitionen auf den Prüfstand zu stellen. Dank der schnellen wirtschaftlichen Unterstützung und der Konjunkturpakete könnten die Betriebe wieder etwas aufatmen, so Wagner. Wenn auch die Arbeitsbedingungen sich im Laufe der letzten Monate doch sehr verändert hätten, wie er hinzufügte.

In diesem Zusammenhang bedankte sich Günter Wagner bei der Geschäftsstelle der Innung für den schnellen Informationsfluss. Hier wurden die relevanten Nachrichten gesammelt, gefiltert und auf schnellsten Weg an die Mitglieder weitergegeben. Zudem hob er auch die hohe Mitarbeiterloyalität innerhalb der Betriebe hervor. Der Arbeitsplatz habe seitdem einen höheren Stellenwert. Der Kunde schätze die regionalen Produkte und hinterfrage viel mehr.

Eckbert Huber von der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz informierte die Versammlung über die Neuerungen der überbetrieblichen Lehrgänge. Das komplette Seminarangebot sei überarbeitet worden, um den Bäckernachwuchs noch mehr Wissen und Können zu transferieren. Dies werde gut angenommen und die Ergebnisse würden zeigen, dass die Lehrgänge durchaus eine wichtige Rolle im Arbeitsleben eines Bäckerlehrlings spielen würden.

Die gleiche Anzahl der Lehrgänge werde auch für die Fachverkäuferinnen angeboten. Hier liege der Schwerpunkt in der Beratung und im Verkauf. Produktwissen sei das A und O einer guten Verkäuferin, betonte Huber.

Josef Wasner vom Beruflichen Schulzentrum Pfarrkirchen berichtete, dass über 100 Jugendliche noch keinen Lehrvertrag hätten. Für diese Jugendlichen werde aktuell noch ein Ausbildungsplatz gesucht.− red