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Junge Handwerker präsentieren Häuser

Angehende Zimmerer stellen Arbeiten vor – Schlusspunkt des ersten Ausbildungsjahres

Pfarrkirchen. Zum Ende des Berufsgrundschuljahres (BGJ), des ersten vollschulischen Ausbildungsjahres im Zimmererhandwerk, müssen die Auszubildenden gemeinsam eine Projektaufgabe bewältigen. Dabei gilt es, den an der betrieblichen Realität angelehnten Kundenauftrag im Team zu erfassen, Planung und Arbeitsvorbereitung eigenverantwortlich durchzuführen sowie im Anschluss den Auftrag zu fertigen.
Unter den kritischen Augen von Innungsobermeister Franz Hager, Günter Ilg (Schulleiter des BSZ Pfarrkirchen), Heinrich Etzel (Ständiger Vertreter des Schulleiters), Josef Starnecker (Abteilungsleiter Bau-Holz-Trockenbau), Praxislehrer Martin Wochinger und Klassenleiter Vinzenz Schuster stellten die jungen Handwerker ihre Bauwerke vor.
Aufgabe war es, eine Hütte für den Schulgarten mit nur wenigen Vorgaben zu planen, auszuarbeiten und zu montieren. Alle vier Teams zu je sechs, bzw. sieben Schülern verfolgten dabei eigene Ansätze und so konnten verschiedene konstruktive Ausführungsvarianten bestaunt werden.
Nachdem Martin Wochinger und Vinzenz Schuster Zielsetzung und Ablauf des Projektes erläutert hatten, reflektierte Klassensprecher Johann Halbinger die Bearbeitung des Auftrages aus Schülersicht. Er befand, dass die Arbeit im Team zwar ein hohes Maß an Abstimmung und Koordinierung benötige, dafür aber umso gewinnbringender sei und zudem das Gemeinschaftsgefühl im Team und in der Klasse stärke. Günter Ilg, Schulleiter des Berufsschulzentrums, bewunderte insbesondere die hohe Ausführungsqualität und Präzision der Holzverbindungen. Dennoch würden noch zwei intensive Ausbildungsjahre vor den jungen Zimmerern stehen, die weiterhin noch viel Einsatzbereitschaft und Fleiß erforderten.
Innungsobermeister Franz Hager betonte darüber hinaus den Wert des Berufsgrundschuljahres, in dem die handwerklichen Grundfertigkeiten und auch das theoretische Rüstzeug für die spätere Gesellentätigkeit vermittelt würden. Nur mit einer fundierten Ausbildung könnten die Schüler zu den so dringend benötigten Fachkräften der Zukunft heranreifen.
Man war sich einig, mit dem BGJ-Projekt einen wertvollen Lernschritt getan zu haben, der ganz nebenbei auch noch einen erheblichen praktischen Nutzen hat: Nachdem die vier Projekthäuschen zur Ablöse ausgelost wurden, stellte sich heraus, dass wohl alle davon ihren zukünftigen Dienst als Hühnerstall verrichten werden.
−sf