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Gefragte Fachkräfte mit großen Chancen

Berufliches Schulzentrum verabschiedete die Auszubildenden in den kaufmännischen Berufen

Eggenfelden.Traditionell ist die Außenstelle Eggenfelden des Beruflichen Schulzentrums des Landkreises Rottal-Inn zuständig für die Ausbildung in den kaufmännischen Berufen. Ausgebildet werden hier also Bankkaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute im Einzelhandel, im Groß- und Außenhandelsmanagement sowie Industriekaufleute. Jetzt erhielten die Absolventen ihre Abschlusszeugnisse.
Begrüßt wurden die Absolventinnen und Absolventen vom Leiter der Außenstelle, Richard Geier, der ihnen bestätigte, dass sie eine durchaus herausfordernde Ausbildung gut bewältigt haben. „Auf die Abschlusszeugnisse könnt Ihr jetzt wirklich alle sehr stolz sein“, so der Außenstellenleiter.


Gute Chancen
am Arbeitsmarkt


Ganz ähnlich sah dies auch der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Günther Ilg. Er verwies auf den hohen Wert des Dualen Ausbildungssystems, also der Ausbildung in Schule und Betrieb, „darum werden wir in der ganzen Welt beneidet“, fügte er hinzu. Den Erfolg hätten sich die jungen Leute selbst erarbeitet – allerdings hätten sicher auch die Ausbilderinnen und Ausbilder, die Lehrkräfte in der Schule und nicht zuletzt die Eltern einen Anteil am Erfolg. „Sie sind gefragte Fachkräfte, die der Arbeitsmarkt auch braucht – das ist eine gute Basis für Ihre Zukunft“, unterstrich der Schulleiter.
In ihrem Grußwort betonte stellvertretende Landrätin Edeltraud Plattner, wie viel die Absolventinnen und Absolventen in den vergangenen Jahren geleistet hätten – in der Schule, in den Ausbildungsbetrieben, in der täglichen Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis und nicht zuletzt auch persönlich. „Sie haben sich durchgebissen, mitgedacht, gelernt – und heute können Sie stolz auf das blicken, was Sie erreicht haben.“ Alle hätten ein solides Fundament gelegt, das sie befähige, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln. Plattner hob hervor, dass es dabei nicht nur um Fachwissen gehe, sondern um Schlüsselkompetenzen wie Kundenorientierung, wirtschaftliches Denken, Eigenverantwortung und Organisation. In einer sich rasant wandelnden Arbeitswelt seien Menschen gefragt, die flexibel sind, mitdenken und mit Freude bei der Sache sind. Diese Begeisterung für den Beruf, so Plattner, möge den Absolventinnen und Absolventen erhalten bleiben.
Eggenfeldens Bürgermeister Martin Biber beglückwünschte die Absolventinnen und Absolventen ebenfalls sehr herzlich, er unterstrich die Bedeutung der Berufe, die sie sich ausgewählt hatten: „Es ist auch für den Kunden, der ein Unternehmen oder ein Geschäft betritt, eine schöne Sache, wenn er sich dort willkommen und gut beraten fühlt“. Mit Fachkenntnissen und Freundlichkeit sei man für die Zukunft in diesen Berufen auf jeden Fall gut gerüstet: „Ihr werdet gebraucht, Ihr werdet gesucht, weil Ihr meistens im Kontakt mit den Kunden so etwas wie die Visitenkarte Eures Arbeitgebers seid.“


Belastender Arbeitskräftemangel


Auch Michaela Baumgartner, Vizepräsidentin der IHK Niederbayern, richtete den Blick auf die Zukunft der jungen Fachkräfte – und auf deren Bedeutung für die regionale Wirtschaft. Der IHK-Arbeitsmarktradar zeige schon heute einen Mangel von 15000 Arbeitskräften in Niederbayern, der sich bis 2028 auf 22000 erhöhen werde. Besonders gefragt seien dabei Fachkräfte aus der beruflichen Bildung – „also genau die jungen Menschen, die wir heute verabschieden und feiern möchten“. Sie erinnerte daran, dass die duale Berufsausbildung in Schule und Betrieb eine einzigartige Verbindung von Theorie und Praxis darstelle: Wissen, Können und Tun von Anfang an. Damit hätten die heutigen Absolventinnen und Absolventen bereits jetzt ihren Altersgenossen an Hochschulen einiges voraus – von erster Berufserfahrung über Weiterbildung bis hin zu verdientem Einkommen.
Klassenweise wurden die jungen Leute dann nach vorne gebeten, für jeden gab es von den Ehrengästen auch persönliche Worte und noch einmal die allerbesten Wünsche für den Weg in die persönliche und berufliche Zukunft.