Pfarrkirchen. Über den Tellerrand blicken durften elf Schülerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege in Pfarrkirchen. Sie reisten, begleitet von ihren Fachlehrerinnen Helene Hanseder-Urbanek und Birgit Bachl, im Rahmen der Internationalisierungsstrategie „BSZ Goes Global“ nach Dänemark, um an deutsch-dänischen Bildungseinrichtungen in Hadersleben (Haderslev) praktische Erfahrungen zu sammeln.
Das Projekt wurde durch das EU-Programm „Erasmus+“ unterstützt. Während ihres Aufenthalts hospitierten die angehenden Kinderpflegerinnen am Deutschen Kindergarten und an der Deutschen Schule Hadersleben. Dort wirkten sie mit eigenen pädagogischen Angeboten aktiv im Schul-und Kindergartenalltag mit und erhielten Einblicke in das dänische Bildungssystem, das großen Wert auf Eigenverantwortung, Teamarbeit und kreative Lernformen legt.
Besonders beeindruckend war für die Schülerinnen, dass Kinder in Dänemark bereits mit fünf Jahren in die Klasse 0 eingeschult werden. Die Klassen der Unterstufe werden meist von zwei Pädagogen – deutsch-und dänischsprachig – unterrichtet. Diese enge sprachliche und kulturelle Zusammenarbeit fördert Offenheit, Selbständigkeit und interkulturelles Verständnis.
Neben dem Berufspraktikum wurde im Sinne des Erasmus+ Gedankens ein sehr abwechslungsreiches kulturelles Rahmenprogramm geboten. Die Schülerinnen besuchten das Hans-Christian-Andersen-Museum in Odense auf der Insel Fyn, unternahmen Ausflüge an die Ostsee, nach Christiansfeld und Kolding. Viel Freude bereitete das Gestalten von Keramik im Kreativcafé (eine Besonderheit in Dänemark). Des Weiteren ein Besuch im Kunst- und Designmuseum Trapholt sowie ein kulinarisches Highlight: Es wurden verschiedenste Variationen des traditionellen dänischen Gerichts Smørrebrød zubereitet.
Teilgenommen haben: Klara Aigner, Miriam Diener, Ronja Dörfler, Fiona Göth, Anna-Lena Haunberger, Anna Herrmann, Era Jakupi, Emily Kimbeck, Lena Miedl, Laura Schaitl und Julia Schießl. „Das BSZ Pfarrkirchen bietet Auslandsaufenthalte in Dänemark, Tschechien, Norwegen, Italien und Irland an und ermöglicht jährlich etwa 70 Schülern, internationale Erfahrungen zu sammeln“, ergänzt Erasmus-Koordinator Christoph Kaiser. Für das laufende Schuljahr stellt die EU für die Pfarrkirchener Berufsschule Finanzmittel in Höhe ca. 115000 Euro zur Verfügung.
−red
