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Ein Versprechen für die Zukunft

Feier am Beruflichen Schulzentrum – 175 Absolventen aus 15 verschiedenen Berufen verabschiedet

Pfarrkirchen. Das kann sich sehen lassen: 175 junge Leute aus 15 verschiedenen Berufen haben jetzt am Beruflichen Schulzentrum ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Bei der traditionellen Winter-Verabschiedung in der Aula beschrieb Schulleiter Günter Ilg die Aussichten aller Abgänger aufgrund des Fachkräftemangels als „exzellent“ und „bombastisch“.
Gratulationen für die jungen Leute gab es von einer ganzen Reihe von Ehrengästen, den Applaus spendeten auch Eltern und Vertreter der Ausbildungsbetriebe. Schulleiter Günter Ilg war der erste einer Reihe von Gratulanten. Er nannte die Zeugnisübergabe ein „besonders erfreuliches Ereignis“, denn die Absolventen hätten bewiesen, wie wichtig ihnen eine gute Ausbildung und das berufliche Fortkommen ist.


Gute Zusammenarbeit
mit den Betrieben


Das Berufliche Schulzentrum (BSZ) bezeichnete er als „eine ziemlich große“ Einrichtung, immerhin würden hier rund 2100 Schülerinnen und Schüler unterrichtet – und dies in 23 verschiedenen Berufen. Eine Lanze brach Ilg für das duale Ausbildungssystem, also die Verbindung zwischen der Ausbildung im Betrieb und in der Schule. Dies sei eine Einrichtung, die sich für Deutschland längst zum Standortvorteil entwickelt habe. „Ich bin sehr stolz darauf, dass diese Zusammenarbeit im Einzugsgebiet unserer Schule so hervorragend funktioniert“, unterstrich Ilg.
Sein besonderer Dank galt dem Landkreis als Sachaufwandsträger, der die Schule stets vorbildlich ausstattet. Zudem zeige er Weitblick, indem er viel Geld in den gerade laufenden Neubau des BSZ stecke. Ilg zeigte sich optimistisch, dass der Betrieb dort ab September 2027 beginnen könne und ist sich sicher: „Jeder Euro, der hier in die Berufsausbildung investiert wird, ist gut angelegt.“ Denn Ausbildung an der Berufsschule heiße: „Bildung in der Region für die Region.“
Genauso beurteilte Landrat Michael Fahmüller die Situation. „Wir haben kein Gold und kein Erdöl. Ihr seid unsere Zukunft“, sagte er. Denn all die kleinen und mittelständischen Betriebe seien die tragenden Säulen der Region. Insofern stellte Fahmüller den großen Stellenwert des Abschlusszeugnisses als Start in eine rosige berufliche Zukunft der Absolventen heraus. „Jetzt könnt ihr durchschnaufen, aber das Lernen ist nicht zu Ende.“
Ins gleiche Horn stieß Bürgermeister Wolfgang Beißmann, der den jungen Leuten enorme Entwicklungschancen prophezeite. „Ihr könnt stolz auf das erworbene Wissen sein. Aber bleibt neugierig, offen und saugt Neues auf.“


Feierliche Übergabe
der Zeugnisse


Eine Vorgehensweise, die auch Regierungsschuldirektorin Maria Sommerer, Chefin aller niederbayerischen BS-Lehrer, voll und ganz empfahl. Sie lobte – wie schon ihre Vorredner – alle, die zum großen schulischen Erfolg der Absolventen beigetragen habe. Neben den Schülern selbst nannte sie hier vor allem die Eltern, die Betriebe und das gesamte Lehrerkollegium.
Die Abschlusszeugnisse überreichten Schulleiter Ilg, Landrat Fahmüller, Bürgermeister Beißmann sowie Vertreter von IHK und HWK in folgenden Ausbildungsberufen: Anlagenmechanik (Klassenleiter Thomas Reiter), Feinwerkmechanik (Christian Würfl), Metallbau (Bastian Salbert), Technische Systemplanung, (Richard Bauer), Kfz-Mechatronik (Andreas Khedira), Schreiner (Bernhard Schmid), Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (Stefan Muschaweck), Bankkaufleute (Richard Geier), Industriekaufleute (Martin Reitmaier) und Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement (Stefanie Eichinger).
Bedauert wurde, dass nicht alle Absolventen bei der würdigen Feier mit von der Partie waren. Dies liegt an der sehr weiten Abreise, die sich wegen des großen Schulsprengels zum Teil bis in die Oberpfalz erstreckt, wie der Schulleiter erklärte. Sein abschließender Dank galt der VR-Bank für das Sponsoring der Veranstaltung, die mit dem Singen der Bayernhymne feierlich endete.