Pfarrkirchen.Alle zwölf Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs, weltweit sogar alle 27 Sekunden. Für Patientinnen und Patienten ist eine Stammzellspende oftmals die einzige Möglichkeit zu überleben. Je schneller ein geeigneter Spender gefunden wird, umso größer sind die Heilungschancen.
An der Außenstelle Eggenfelden des Beruflichen Schulzentrums Pfarrkirchen wurde deshalb von den Religionslehrern Tobias Hager und Korbinian Zelger eine Spenderaktion der DKMS organisiert. Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die bereits mehr als 130000 Stammzellspenden vermitteln konnte. Mehr als 13 Millionen Menschen sind in deren Spenderdatei bereits registriert.
Die DKMS-Referentin Julia Pitz klärte laut Pressemitteilung des Beruflichen Schulzentrums zunächst in einem Vortrag die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen kaufmännischen Fachbereichen über die Krankheit Blutkrebs auf und erläuterte, wie man als potenzieller Stammzellspender Leben retten kann, wenn man das passende „Match“ ist. Den genauen Ablauf einer Spende erklärte Lena Kettl, die selbst bereits zweimal Stammzellen gespendet hat. Die Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten sich beeindruckt von den emotionalen Schilderungen Kettls.
Anschließend konnten sich Interessierte unter Anleitung registrieren lassen, sofern sie mindestens 17 Jahre alt waren. Hierzu musste ein Wangenabstrich gemacht und online ein Eintrag in die Spenderdatei vorgenommen werden. Außenstellenleiter Richard Geier sowie die Lehrkräfte Tobias Hager und Korbinian Zelger zeigten sich in einem abschließenden Gespräch mit Julia Pitz zufrieden mit der Resonanz der Aktion, die zahlreiche neue potenzielle Lebensretter hervorbrachte und das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer Stammzellenspende im Kampf gegen Blutkrebs geschärft habe.
−red
