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Ein moderner Beruf mit Zukunft

Informationsveranstaltung für landwirtschaftliche Berufsausbildung am BSZ

Pfarrkirchen. In der Aula des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Pfarrkirchen, Schulstelle Max-Breiherr-Straße, hat die diesjährige Informationsveranstaltung für die landwirtschaftliche Berufsausbildung stattgefunden. Die zahlreichen Interessenten wurden vom Hausherrn, Oberstudiendirektor Günter Ilg, freudig begrüßt. Er betonte laut Pressemitteilung des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums die große Bedeutung einer qualitativen dualen Berufsausbildung zwischen Ausbildungsbetrieben und Berufsschule, die derzeit 74 Schülerinnen und Schüler in vier Klassen am BSZ Pfarrkirchen durchlaufen.
„Die landwirtschaftliche Berufsausbildung ist eine der vielseitigsten überhaupt. Neben Inhalten der Tierhaltung und der Botanik werden an der Berufsschule auch Grundlagen der Wirtschaftslehre und der Landtechnik vermittelt“, erklärte Schulleiter Günter Ilg. „Auch wenn ihr keinen landwirtschaftlichen Betrieb zu Hause habt, werdet ihr auf dem Arbeitsmarkt problemlos eine Anstellung finden“, so Ilg weiter. Denn junge Menschen mit einem landwirtschaftlichen Gesellenbrief seien gefragte Fachkräfte.
Was die Berufswahl anbelangt, riet Ilg: „Folgt eurer Neigung. Denn wer sich für einen Beruf wirklich interessiert, der wird nicht nur gute Erfolge erzielen sondern auch eine hohe Selbstzufriedenheit aufweisen.“
Auch Leitender Landwirtschaftsdirektor Josef Eichenseer vom AELF Landau-Pfarrkirchen begrüßte die Anwesenden. Er wies darauf hin, dass sich die Bedeutung der Ausbildung auch an den Unterschieden bei den Betriebsergebnissen erkennen lasse. Hier entscheide weniger die Betriebsgröße, sondern vor allem die Qualifikation und die Fähigkeiten des Betriebsleiters, für die die Basis in der dreijährigen dualen Berufsausbildung gelegt würden.
In Vertretung für BBV-Kreisobmann Hermann Etzel sprach im Anschluss Stefan Stelzeneder. Landwirtschaft sei nicht nur einer der ältesten Berufe, sondern zugleich auch einer der modernsten. Diesen sich stetig verändernden Anforderungen gerecht zu werden, sei Ziel der Aus- und Weiterbildung in der Landwirtschaft. Nur so ließen sich die Betriebe erfolgreich in die Zukunft führen.
Wolfgang Wilhelm, Berater für Bildungsfragen in der Landwirtschaft am AELF Landau-Pfarrkirchen, gab den interessierten Besucherinnen und Besuchern dann einen Einblick in den Ablauf der dreijährigen Berufsausbildung, die sich unter bestimmten Voraussetzungen auch auf zwei Jahre verkürzen lässt. Er betonte besonders, dass die Ausbildung in der Landwirtschaft den Fokus auf die Selbständigkeit lege, da in diesem Ausbildungsberuf der Anteil an späteren Betriebsleitern viel höher sei als in den meisten anderen Berufen.
Konrad Gschöderer, langjähriger BGJ-Praxismeister und Ausbilder, und Sebastian Hecker, Absolvent der Berufsschule Pfarrkirchen, empfahlen den Anwesenden, die zwei dualen Ausbildungsjahre auf möglichst zwei verschiedenen Fremdlehrbetrieben zu verbringen. „Geht’s furt!“ Das sei die Chance, sich mal etwas anderes anzuschauen, bevor man später nur noch auf dem eigenen Betrieb arbeite.
Danach gab Lehrkraft Ursula Meisterernst den interessierten Anwesenden noch einen Überblick über die schulischen Inhalte und Fächer in der Berufsschule. Mit einigen Bildern aus dem Berufsschulunterricht und von den Lehrfahrten, die mit jeder Klasse unternommen werden, wurde der Vortrag abgerundet.
Das Angebot, sich noch die Räume der landwirtschaftlichen Berufsausbildung im aktuellen Schulhaus anzuschauen, nahmen im Anschluss viele der Anwesenden wahr. Einige der Eltern, die hier bereits zur Schule gegangen waren, bemerkten dabei interessiert den Wandel in den Klassenzimmern. Wo früher grüne Tafeln die Räume dominierten, stehen nun moderne Smartboards und den Schülerinnen und Schülern stehen iPads und Laptops zum Arbeiten zur Verfügung.
Die Anmeldung für das Berufsgrundschuljahr Agrar, das erste Jahr der Ausbildung zum Landwirt, ist ab sofort über das Online-Formular auf der Homepage des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums möglich.
−red