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Großes Interesse am Ausbildungsberuf Landwirt

Infonachmittag an der Berufsschule – Vorträge von Lehrern und ehemaligem Schüler – Anmeldung für Berufsgrundschuljahr läuft

Pfarrkirchen. Beim diesjährigen Informationsnachmittag am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in der Max-Breiherr-Straße über die Berufsausbildung zur Landwirtin bzw. zum Landwirt konnte Oberstudiendirektor Günter Ilg eine Vielzahl von Jugendlichen samt Eltern begrüßen.
Die zahlreichen Interessierten erhielten in der Aula einen ausführlichen Einblick durch Günter Ilg. Knapp 2100 Schüler besuchen derzeit die Schule, in 26 Berufen werden die jungen Leute bis hin zum Berufsabschluss begleitet. Er wies in seinen Ausführungen auf die große Bedeutung der landwirtschaftlichen Ausbildung hin und betonte, dass „die auch hervorragenden Chancen für Auszubildende ohne landwirtschaftlichen Hintergrund hervorragend seien.“
Im Anschluss stellten Leitender Landwirtschaftsdirektor Josef Eichenseer vom AELF Landau-Pfarrkirchen und BBV-Obmann Hermann Etzel die Wichtigkeit einer fundierten Berufsausbildung deutlich heraus. AELF-Bildungsberater Wolfgang Wilhelm gab einen kurzen Einblick in die allgemeinen Anforderungen in Ausbildung und Beruf.
Hermann Etzel erläuterte den Ablauf der Ausbildung, bei dem die Dualität aus Ausbildungsbetrieb und Berufsschule noch mit überbetrieblichen Schulungstagen und Kursen ergänzt wird, so dass alle Auszubildenden sowohl im allgemeinen Grundwissen der Landwirtschaft als auch in den von ihnen gewählten Schwerpunkten umfassend ausgebildet werden. Auch auf die Möglichkeit der Lehrzeitverkürzung für Bewerber mit erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung oder (Fach)Hochschulreife wurde eingegangen.
Besonders interessant ist für die zukünftigen Auszubildenden immer der Bericht des Ausbildungsbetriebes. Dies übernahm Konrad Gschöderer. Er besuchte vor Jahren selbst die Berufsschule und unterstützt die Ausbildung im Berufsgrundschuljahr auch seit Jahren als Meister im Berufsgrundschuljahr. Darüber hinaus berichtete er über die Anforderungen, die ein Ausbildungsbetrieb an seinen Lehrling hat und worauf bei der Auswahl eines Lehrbetriebes zu achten sei. Sein Vortrag wurde im Anschluss noch durch einen Bericht von Thomas Wieser ergänzt. Er besuchte die Berufsschule 2021 bis 2024 und setzt nun seine Ausbildung an der Landwirtschaftsschule fort. Er betonte die Bedeutung der Fremdlehre und die vielen wertvollen Erfahrungen, die er während seiner Lehrzeit machte. Besonders in Erinnerung sind ihm die Lehrfahrten und die Abschlussfahrt nach Italien geblieben.
Abschließend gab StD Ursula Meisterernst als Abteilungsleiterin noch einen Einblick in den schulischen Teil der Ausbildung. Die dreijährige Ausbildung zum Landwirt beginnt in Bayern mit einem Berufsgrundschuljahr, auf das im Anschluss zwei duale Lehrjahre mit nur noch einem Schultag pro Woche folgen. Meisterernst wies auch auf die Formalitäten der Anmeldung über die Homepage der Berufsschule hin. Hier kann, über einen Link, auch gleich die Kostenfreiheit des Schulweges, die in der 10. Klasse besteht, beim jeweiligen Landkreis beantragt werden. Für die Anmeldung für das BGJ ist noch kein Ausbildungsvertrag notwendig, allerdings werde empfohlen, sich frühzeitig nach einem Betrieb für das zweite und dritte Ausbildungsjahr umzusehen.
Im Anschluss konnten bei einem Rundgang die Unterrichtsräume der Abteilung Landwirtschaft besichtigt werden. Beim Betreten der Werkstatt kamen bei dem ein oder anderen Elternteil Erinnerungen an die eigene Ausbildungszeit hoch. Die Anmeldung für das Berufsgrundschuljahr 2025/26 läuft zur Zeit.
−red