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Stolz auf die begehrten Fachkräfte

Zeugnisse an 59 junge Männer und Frauen der Ausbildungsberufe Schreiner, Zimmerer, Maurer und Trockenbauer verliehen

Pfarrkirchen.Sie haben es geschafft: 59 junge Männer und Frauen der Ausbildungsberufe Schreiner, Zimmerer, Maurer und Trockenbauer haben sich mit ihren Lehrkräften, Ausbildern und Familienangehörigen im Gasthof Wirtsbauer in Langeneck zur Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe getroffen.
Oberstudiendirektor Günter Ilg, Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums Pfarrkirchen, meinte, dass die jungen Männer und Frauen die Stars des Abends seien. In den letzten drei Jahren hätten sie das Rüstzeug für ihre berufliche Karriere erworben, das sie zu begehrten Facharbeitern macht. Der heutige Tag sei aber auch ein Tag, um zurückzuschauen auf den Beginn ihrer Ausbildung, auf die vielen großen und kleinen Erfolge oder die Entstehung vieler Freundschaften. Einige der Absolventen haben zudem den mittleren Schulabschluss an der Berufsschule erreicht.


Geldpreise für die
besten Absolventen


Ilg erklärte, dass die Schulen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden: Die Schüler sind im Geiste der Demokratie, in Liebe zur Bayerischen Heimat und im Sinne der Völkerversöhnung zur erziehen, so Ilg. Dann stellte der Schulleiter die Frage in den Raum, wer nun alles einen Beitrag zum Erfolg der Auszubildenden beigetragen habe: In erster Linie die jungen Menschen selbst. Aber auch die Eltern, die Ausbildungsbetriebe und die Lehrer. Kurz ging er auch auf den weithin sichtbaren Neubau der Berufsschule ein. Der Landkreis zeige seiner Meinung nach Weitblick, jeder Euro, der in die Berufsausbildung junger Menschen investiert wird, zahle sich vielfach aus. Der Kranschein sei, so der Schulleiter, auch eine Besonderheit an der Berufsschule. Ilg erklärte, dass man auf die Leistungen der Auszubildenden und aller Handwerker im Rottal stolz sein könne – die Berufsschule leiste ihren Beitrag dazu.
Studiendirektor Josef Starnecker, Abteilungsleiter Bau-Holz-Trockenbau, meinte, dass sich alle Mühen und Anstrengungen der Absolventen gelohnt haben. Sie selbst hätten diesen Weg gemeistert. Zu den Abschlussfahrten meinte StD Starnecker, dass es eine wunderbare Zeit mit einem tollen Programm war.
Die Josef-Haas-Stiftung zeichnet die drei besten Zimmerer und Schreiner aus und unterstützt seit Jahren diese Innungen. Thomas Wagner von der Stiftung meinte, dass die jungen Menschen diejenigen nicht vergessen sollen, die sie in den letzten Jahren begleitet haben. „Ihr habt glänzende Berufsaussichten und es wäre schön, wenn jemand von Ihnen mal selbst mal junge Menschen ausbilden würde“, sprach er. Anschließend zeichnete er die drei besten Zimmerer aus: Der Erste Platz, dotiert mit 1500 Euro, ging an Andreas Krenn (Ausbildungsbetrieb Zimmerei Krenn, Osterhofen). Auf Platz zwei folgte Svenja Brinninger (Zimmerei Eckbauer, Wurmannsquick). Sie erhielt 1000 Euro und der dritte Platz, dotiert mit 500 Euro, ging an Fabian Brunthaler (Zimmerei Brandmeier, Bad Birnbach). Die drei besten Schreiner waren: Julian Wacker (Ausbildungsbetrieb Schreinerei Weinfurtner Langeneck). Sein Preis: 1500 Euro. Zweite war Johanna Thanner (Schreinerei Haas, Hebertsfelden). Sie erhielt 1000 Euro und der dritte Platz war mit 500 Euro dotiert und ging an Christina Mauerer (ebenfalls Schreinerei Haas).
Die Schlagmann-Edmüller-Stiftung zeichnete die drei besten Maurer aus. Hans-Peter Hofbauer von der Stiftung erklärte, dass es in Zeiten wie diesen in der Bauindustrie nie in Frage gestellt wurde, die Auszubildenden zu unterstützen. „Wenn wir sie nicht hätten, könnten wir zusperren.“ Als besten Maurer ehrte er Tobias Gruber (Ausbildungsbetrieb Niedermaier Alois, Falkenberg) mit 500 Euro Prämie als Zweitbesten Felix Edmeier (Otteneder, Arnstorf) mit 300 Euro und als Drittbesten Jakob Seiler (A. Bauer, Mitterskirchen) mit 200 Euro.
Die drei besten Trockenbauer wurden von Stefan Berger von der Lindner Group geehrt. Platz eins belegte Maximilian Hödl (Ausbildungsbetrieb Bauer Herbert, Tiefenbach). Er erhielt einen Gutschein für eine Woche Aufenthalt in einem Lindner Ferienhaus. Platz zwei belegte Simon Memminger (Lindner SE, Arnstorf). Er erhielt 500 Euro. Platz drei belegte Máté Klicsu (AST Sommer, Kirchdorf a. Inn). Er bekam 300 Euro und alle drei dazu ein Werkzeug.
FOL Martin Wochinger hatte auch heuer wieder alles rund um die Kranscheine organisiert. Sein Dank galt der Schlagmann-Edmüller-Stiftung und der Josef-Haas-Stiftung, die jeweils für die Maurer und Zimmerer die Hälfte der Kosten übernommen hätten wie auch dem Ausbildungsbetrieb Henfling und Firma Andreas Bauer, Mitterskirchen, für die Bereitstellung der Kräne. Wochinger wünschte den neuen Inhabern der Kranscheine stets eine unfallfreie Kranfahrt. Anschließend übergaben er und Maxi Bauer von der Schlagmann-Edmüller-Stiftung die Kranscheine.


Als CNC-Fachkraft weitergebildet


Bei den Schreinern haben auch zwei Absolventen die Weiterbildung zur CNC-Fachkraft gemeistert. FOL Stephan Rieger erklärte, dies sei ein Herausstellungsmerkmal. Die Prüfung der Weiterbildung zur CNC-Fachkraft sei eine anspruchsvolle Aufgabenstellung. Er freute sich, dass Andreas Fellinger und Julian Sigl diese Hürde sehr gut gemeistert haben.
Für die Innungen sprach Petra Gillmeier-Eder, Obermeisterin der Bau-Innung. Sie meinte, dass dies ein Tag des Stolzes und der Freude sei, den die jungen Menschen verdient hätten. „Ihr habt Präzision, Verlässlichkeit, Ausdauer und Stolz gelernt und vor allem, wie man anpackt. Ihr habt was geschafft, das bleibt: Häuser gebaut, Dächer eingedeckt, Möbel gebaut.“
Anschließend erfolgte die feierliche Übergabe der Zeugnisse an die 14 Maurer, 30 Schreiner, davon fünf Frauen, acht Trockenbaumonteure und 17 Zimmerer, davon zwei Frauen. Ilg begrüßte zur Abschlussfeier neben den vorgenannten noch Franz Hager, Obermeister der Zimmerer-Innung und Stefan Kienöhl (Lindner-Group).
−fö