Pfarrkirchen.100000 Kubikmeter Bodenaushub, 318 Fenster, 450 Kilometer Kabel, 6500verbaute Steckdosen und 3000 Tonnen Stahl: imposante Zahlen im Zusammenhang mit dem Neubau des Beruflichen Schulzentrums. Nicht von ungefähr sprach Landrat Michael Fahmüller in seiner Rede anlässlich des Richtfestes vom „größten Bauprojekt des Landkreises“.
Und so waren es rund 300 Gäste, die sich am späten Donnerstagnachmittag in der zukünftigen Aula versammelt hatten, um Richtfest zu feiern. Einen besonderen Dank richtete Fahmüller an die Bauarbeiter. Denn sie seien diejenigen, die bei Wind und Wetter, bei Regen oder Hitze dafür sorgen würden, dass dieser Bau wächst. Und wie dieser mittlerweile gewachsen ist, davon konnten sich die Besucher ein Bild machen. Seit dem Spatenstich im Juni 2023 ist die Baustelle auf einer Fläche von über 37000 Quadratmetern gewaltig gewachsen. Das vierstöckige Schulgebäude mit einer Länge von 160 Metern ist mittlerweile hochgezogen. Nun folgen die vier Werkhallen.
Fahmüller blickte zurück auf die Anfangsphase dieses Mammutprojekts. Man habe in den Gremien viel darüber diskutiert. Ehrlicherweise habe man ganz klein angefangen mit einem undichten Dach an dem Gebäude in der Adam Regensburger Straße – vor 13 Jahren. Prüfungen hätten dann ergeben, dass es zweckmäßig sei, einen Neubau zu machen. Dieser sei zwar eine gewaltige Aufgabe, „aber wichtig für unsere Zukunft“, wie Fahmüller in seiner kurzen Rede betonte.
Aktuell gehe das Landratsamt von Baukosten in Höhe von rund 163 Millionen Euro aus. Daher betonte der Landrat, dass man „Gott sei Dank“ viele Fördergelder vom Freistaat für den Bau und die Ausstattung bekomme, denn sonst wäre es nicht stemmbar.
Das neue Berufsschulzentrum sei eine Investition in die Zukunft, in die jungen Menschen und damit auch in die Zukunft „unserer Wirtschaft und unseres Handwerks“, sagte der Landrat. Da gute Fachkräfte nicht vom Himmel fallen würden, brauch es Räume, in denen man lernen, ausprobieren und sich entwickeln könne. Und genau solche Räume würden hier für die 30 Berufe entstehen, die man hier erlernen könne.
„Hier wird das Fundament gelegt für die berufliche Perspektiven, für Handwerkskunst, für Innovation – und am Ende für einen starken, lebenswerten Landkreis“, betonte der Landrat. Da unsere Handwerker und Dienstleister dringend Nachwuchs an jungen qualifizierten Fachkräften brauchen würden, sei dieses Projekt ein „echter Meilenstein in der Geschichte des Landkreises“. Wenn man heute nach oben auf den Rohbau schaue, dann sehe man nicht nur Beton, Stahl und Holz, sondern ein Versprechen: „Ein modernes Schulzentrum, das den jungen Menschen in unserem Landkreis beste Chancen bietet.“
Bevor die Festgesellschaft (Bauarbeiter, Planer, Architekten, Lehrer der Berufsschule, Verantwortliche in der Verwaltung, Kommunalpolitiker) sich Leberkäs, Gemüselasagne und Käsespätzle schmecken ließ, gab es noch den traditionellen Richtspruch, gesprochen vom Zimmerergesellen Konrad Vogl von der Firma Haas.
Ein Video zum Richtfest finden Sie unter www.pnp.de/Video
