Termindetail

Termine

Sie gestalten die Zukunft

Freisprechung von Elektro- und Informationstechnikern aus den Kreisen Passau, Rottal-Inn und FRG

 

 

Tiefenbach. Die Freisprechungsfeier der Elektro und Informationstechniker im Gasthaus Knott in Jacking ist ein bewegender Moment und weit mehr als das formale Ende einer Ausbildung gewesen – sie war ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Handwerk und zu seiner Bedeutung für eine funktionierende Gesellschaft.

Thomas Schosser, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, eröffnete die Feier mit Worten, die den Geist des Handwerks widerspiegelten: Oft im Hintergrund, aber immer unverzichtbar, halte das Handwerk alles am Laufen. Ganz besonders gelte dies für die Elektro und Informationstechniker, ohne deren Arbeit in der heutigen Zeit kaum noch etwas möglich sei. Diese Freisprechungsfeier sei daher nicht nur ein Fest für die Absolventen, sondern auch ein Dank an all jene, die sie unterstützt haben.

Vertreter der Handwerkskammer, der Berufsschulen, der Innung, der Kreishandwerkerschaft sowie zahlreiche Ausbilder, Lehrer, Familienangehörige und Freunde waren gekommen, um ihre Wertschätzung zu zeigen. Besonders hervorgehoben wurde die rund 30 köpfige ehrenamtliche Prüfungskommission, deren Engagement mit großem Zeitaufwand verbunden ist.

Sehr persönlich wurde es in der Rede von Obermeister und Prüfungsvorsitzendem Robert Soppart. Gleich zu Beginn stellte er zwei Menschen in den Mittelpunkt, die ihn auf seinem eigenen Weg maßgeblich geprägt haben: Gunda Pauli, Gründungsmitglied der Meisterfrauen, deren unermüdliche Begeisterung für das Handwerk ihn bis heute tief beeindrucken, sowie Hermann Pauli sen., der in den vergangenen 20 Jahren sein Mentor gewesen sei. Diese Wegbegleiter, so Soppart, stünden sinnbildlich für das, was das Handwerk ausmache: Weitergabe von Wissen, Verantwortung füreinander und echtes Miteinander über Generationen hinweg.

Mit Nachdruck hob Soppart die Bedeutung des Elektrohandwerks für die Zukunft hervor. Die Energiewende sei unumkehrbar, Klimaneutralität keine Worthülse, sondern eine Notwendigkeit. Regenerative Energien stünden für Frieden, wirtschaftliche Stärke und Wohlstand. Viele Bürger hätten das längst erkannt und entsprechend gehandelt. Die Politik hingegen habe diesen Zusammenhang noch nicht überall verstanden, so Soppart.

Mit klaren Worten sprach Kreishandwerksmeister Siegfried Piske über den besonderen Zusammenhalt im Handwerk. Während in der Industrie Arbeitsplätze oft schnell abgebaut würden, halte das Handwerk zusammen. Familienbetriebe stünden füreinander ein, junge Menschen würden nicht als Nummern gesehen, sondern als Teil einer Gemeinschaft – genau darin liege die große Stärke des Handwerks. Kurzlebige Erscheinungen wie der Traum vom schnellen Geld als Influencer mögen auf den ersten Blick verlockend sein, sagte er. Doch wenn irgendwo etwas nicht funktioniert, dann zeige sich sofort, wer wirklich gebraucht werde. Gerade darin liege der wahre Wert des Handwerks: Es funktioniere nicht virtuell, sondern ganz real.

Die Verleihung des Gesellenbriefes sei ein Moment, der ein Leben lang in Erinnerung bleibe – so wie er sich selbst noch gut an seinen eigenen erinnern könne, betonte Günther Ilg von der Berufsschule Pfarrkirchen. Ab diesem Tag ändere sich die Stellung im Betrieb, die Verantwortung steige, doch die jungen Gesellen hätten genau das Niveau erreicht, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Auch Christian Kaiser, stellvertretender Bereichsleiter der Handwerkskammer Ndb-Opf. blickte nach vorne. Die Absolventen hätten bereits während ihrer Ausbildung echte Werte geschaffen – für ihre Betriebe und für die Menschen in der Region. Entscheidend sei es, neugierig zu bleiben und offen für neue Entwicklungen zu sein.

Die Prüfungsbesten waren in diesem Jahr Tobias Schinhärl, Elektro Niedermeier GmbH Pfarrkirchen, Tobias Mailhamer, Elektro Service Auer GmbH & Co. KG, Pocking und Timo Kurz, Fa. Wolfgang Voß, Jandelsbrunn. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom „Artischen Wahnsinn“.

ABSOLVENTEN

Die weiteren Absolventen aus den Landkreisen Passau, Rottal/Inn, Freyung-Grafenau: Dominik Augustin, Pumpenpauli, Witzmannsberg; Jonas Bachmeier, Eder Elektro GmbH, Simbach a.I.; Eduard Bayer, Meusel Elektrotechnik GmbH, Passau; Maximilian Beismann, Ralf Pfeil, Untergriesbach; Benedikt Brummer, Guido Brandl, Postmünster; Dominik Eder, Elektro Krenn GmbH, Salzweg; Marc Eid, Elektro-Wagner GmbH, Passau; Philipp Grabmeier, Guggemos, Passau; Dominik Griebl, Haustechnik Jungbauer GmbH & Co. KG, Egglham; Andreas Haberzagl, Ludwig Watzinger GmbH & Co. KG, Wurmannsquick; Ahmad Abo Al Huda Kazmouz, Praml GmbH, Ruderting; Kevin Klosterhuber, Neubauer Elektro GmbH, Vilshofen a.d.D.; Tobias Kölbl, Rainer Kölbl GmbH, Hutthurm; Lukas Krüger, Meusel Elektrotechnik GmbH, Passau; Sophie Leitner, Elektrotechnik Zeilberger GmbH, Thyrnau; Leon Maier, Guggemos, Passau; Martin Maier, Josef Meier GmbH & Co. KG, Rotthalmünster; Ludwig Moosbauer, Haustechnik Jungbauer GmbH & Co. KG, Egglham; Leon Obermeier, elektro berger.tom GmbH, Tittling; Sebastian Ortner, Dureder Automatisierung GmbH, Massing; Johannes Pauli, Soppart GmbH & Co. KG, Aicha v. Wald; Fabian Pichlmeier, Haustechnik Jungbauer GmbH & Co. KG, Egglham; Jannes Putz, Elektro Bauer GmbH & Co KG, Ortenburg; Istvan Milan Rappay, Elektro Service Auer GmbH & Co. KG, Pocking; Marcel Rimböck, Thomas Plettl, Büchlberg; Erik Sigl, Tischler + Jonczyk Gebäudetechnik GmbH, Arnstorf; Johann Stadler, Elektro Niedermeier GmbH, Pfarrkirchen; Thomas Stieglbauer, Elektro Niedermeier GmbH, Pfarrkirchen; Andreas Stinglwagner, Elektro Mehlsteibl GmbH, Falkenberg; Florian Taschner, elektro berger.tom GmbH, Tittling; Jamie Turner, elektro berger.tom GmbH, Tittling; Leon Valenta, Rustler Elektro e.K., Passau; Thomas Vogl, Hans Voggenreiter, Roßbach; Julian Weiß, Michael Haderer, Rimbach; Fabian Zschorler, Ulrich Pongruber, Gangkofen;