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Die Hoffnungsträger

IHK Niederbayern ehrt Auszubildende mit der Abschlussnote "sehr gut"

Geehrte und Ehrengäste: (von links) stv. Landrätin Edeltraud Plattner, Felix Stauber, Sarah Obergroßberger, Richard Geier von der Berufsschule, Eva Weber, Alexandra Stömmer, IHK-Vizepräsident Peter Glas, Tanja Stöbig und Tobias Steiger. −Foto: hl

Quelle: pnp

Eggenfelden. Acht ehemalige Auszubildende aus dem Landkreis Rottal-Inn dürfen sich jetzt zur "Leistungselite" zählen, so drückte es zumindest der Vizepräsident der IHK Niederbayern, Peter Glas, bei einer Feierstunde aus, in der die jungen Leute für ihre hervorragenden Abschlussprüfungen geehrt wurden. Sie hatten diese mit der Bewertung "sehr gut" absolviert.

"Mit ihrem exzellenten Abschluss haben sie sich selbst in die beste berufliche Startposition gebracht", gratulierte Peter Glas. Er betonte, dass durch die Auszeichnung ganz gezielt das Augenmerk auf die Leistungen der jungen Spitzenkräfte aus den Betrieben gelenkt werden solle. Ebenfalls würdigte er die Unterstützung der Azubis durch die Familien, Ausbilder in den Betrieben, Berufsschule und letztlich auch der über 2700 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer im Regierungsbezirk.

Ein kleines Plus, aber keine Trendwende - Dass im vergangenen Jahr in Niederbayern 4673 junge Leute ihre Ausbildung begonnen haben, sei zwar als Plus von zwei Prozent zu verzeichnen, so Glas, aber: "Eine Trendwende ist das leider noch nicht." Die Unternehmen suchten auch weiterhin nach neuen Lehrlingen und würden sogar gerne noch mehr ausbilden. "Wir haben ein bestens funktionierendes Ausbildungssystem, um das wir weltweit beneidet werden", betonte Glas. Die Zahl der Schüler aber sinke, auch würden sie nach der Schulausbildung oft einen höheren Schulabschluss oder ein Studium einer Ausbildung vorziehen.

"Es ist zu lange versäumt worden, die Vorzüge einer hochwertigen Berufsausbildung in der Öffentlichkeit zu bewerben", bedauerte der IHK-Vizepräsident. Dies habe Folgen: "Künftig können pro Jahr in Niederbayern rund 6000 Stellen für gut ausgebildete Fachleute nicht besetzt werden". Auf dem Arbeitsmarkt fehlten deshalb deutlich mehr Praktiker als Akademiker. Deshalb stellte Glas den enormen Nutzen in den Vordergrund, den die Absolventen, Unternehmen und zuletzt auch die Gesellschaft aus der Ausbildung ziehen: "Die Wirtschaft wartet auf Sie", sagte er an die Prüfungsbesten gerichtet.

Stv. Landrätin Edeltraud Plattner gratulierte den Prüfungsbesten im Namen des Landkreises. Es sei schon eine gute Leistung, wenn man die durchaus anspruchsvollen Prüfungen am Ende einer Lehrzeit gut bewältigt habe. Wenn man dann zu den besten Prüflingen gehört, dann sei das mehr als nur ein "Sahnehäubchen", sondern eine Leistung, auf die man sehr stolz sein könne.

Plattner wollte die Bedeutung einer richtigen "Work-Life-Balance" nicht in Abrede stellen. Arbeit sei nicht alles, aber: "Tugenden wie Lernbereitschaft, Pflichtgefühl und eben auch der Umstand, einmal ein bisschen mehr zu tun als die anderen seien durchaus immer noch gefragt".

Richard Geier als Vertreter der Berufsschulen lobte das Engagement der Absolventen: "Ihr habt Euch echte berufliche Handlungskompetenz gesichert", so Geier, der aber auch festhielt: "Dieser Abschluss ist schon wieder ein Anfang, denn ohne ständiges Weiterlernen kommt man nicht weiter." Die ausgezeichneten ehemaligen Azubis seien "Hoffnungsträger" der Ausbildungsbetriebe und dazu noch echte Werbeträger für das duale Ausbildungssystem.

Auszeichnungen für die Gesamtbewertung "sehr gut" wurden vergeben an: Karolina Reger (Ausbildungsbetrieb Montana, Arnstorf), Sarah Obergroßberger, Felix Stauber, Tobias Steiger (alle Lindner Group Arnstorf), Tanja Stöbig (Weko Wohnen, Pfarrkirchen), Alexandra Stömmer (Mode Pollozek, Pfarrkirchen), Johanna Tramonti (TUI Deutschland, Zweigstelle Eggenfelden) und Eva Weber (Appia Contract, Dietersburg).

Für einen bemerkenswerten musikalischen Rahmen der Feierstunde sorgte Bettina Götz, Lehrerin an der Musikschule Eggenfelden, mit ihrer Schülerin Magdalena Gruber. − hl