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Die Zukunft des Bauernstandes

23 junge Landwirte und 23 Hauswirtschafterinnen erhalten Abschlusszeugnisse in der Berufsausbildung

Ehrung der Besten bei den Hauswirtschafterinnen: (von links) Bildungsberaterin Helene Winkler, Prüfungsausschussvorsitzende Rosa Ruch, Landrat Michael Fahmüller, Irene Scholz, Alexandra Nirschl, Silvia Schachtner, stv. Schulleiterin Lidwina Kainz und Kreisbäuerin Paula Hochholzer. −Fotos: Neuhuber

Glückwünsche gab es auch für die besten Absolventen in der Landwirtschaft: (von links) Bildungsberater Franz Ebertseder, Studiendirektor Günter Ilg, Christoph Aigner, Josef Lechner, Josef Eichenseer (Chef des AELF), Oberstudienrätin Ursula Meisterernst, Annette Moser, Landrat Michael Fahmüller, Thomas Seiler, Karl Schult (Prüfungsausschuss), Maximilian Plankl, Thomas Thalhammer (Prüfungsausschuss) und BBV-Kreisobmann Hermann Etzel.

Quelle: pnp

Langeneck. Gemeinsam haben die jungen Landwirte und Hauswirtschafterinnen in einer Feier im Gasthaus Wirtsbauer ihre Abschlusszeugnisse in der Berufsausbildung bekommen. Es war dies natürlich Anlass zur Freude. Es waren aber auch nachdenklich stimmende Töne zu hören.

So machte der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Josef Eichenseer, deutlich, dass bei den Landwirten große Betroffenheit und Enttäuschung, aber auch Unsicherheit herrsche angesichts der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Er forderte die jungen Gehilfen und Gehilfinnen auf, sich dennoch mit Selbstsicherheit, Mut, Zuversicht und Offenheit dem ehrlichen Dialog mit anderen Gesellschaftskreisen zu stellen.

"Die Landwirtschaft in unserer Region braucht einen klugen Nachwuchs mit hohem Wissensstand, umfassenden praktischen Fertigkeiten, aber auch mit einer hohen Motivation, einer ausgeprägten Leistungsbereitschaft und mehr denn je auch einem gesunden Selbstbewusstsein gegenüber der Öffentlichkeit", sagte Eichenseer. Insofern feiere man einen besonderen "Erntetag". Die Absolventen und Absolventinnen hatten zwei bzw. drei Jahre lang die klassische Ausbildung überwiegend im Landkreis mit dem Besuch der Berufsschule und einem Praktikum in Ausbildungsbetrieben gemacht.

Studiendirektor Günter Ilg, stv. Leiter des Berufsschulzentrums, übergab mit Abteilungsleiterin Ursula Meisterernst und Klassenleiterin Anna Stadler die Zeugnisse an die 23 Landwirtschaftsgehilfen (darunter zwei Damen). Sie stammen aus ganz verschiedenen Betrieben mit Rinder-, Schweine oder Geflügelhaltung, Biogas-, Gemüse- und Waldbaubetrieben. Er bescheinigte den jungen Leuten gutes fachliches Niveau, großes Interesse und positive Kritik bei aktuellen Themen wie Düngeverordnung und Nährstoffbilanzen.

Neun junge Landwirte hatten im Zeugnis eine Eins vor dem Komma stehen, drei davon bekamen den Staatspreis für eine Note besser als 1,5. Es waren dies Thomas Seiler (Triftern), Josef Lechner (Aldersbach) und Annette Moser (Falkenberg).

Mit derzeit 61 Schülern in drei Jahrgängen, besonders aber auch bei 21 Neuanmeldungen sah Ilg den Bestand des landwirtschaftlichen Zweiges der Berufsschule als gesichert an.

Dass man in der Landwirtschaft heute sehr viel wissen und können muss, unterstrich Landrat Michael Fahmüller. Die Landwirtschaft sei und bleibe ein bedeutender Wirtschaftszweig im Landkreis, erzeuge hochwertige und begehrte Lebensmittel und präge die Landschaft auch als Anziehungspunkt für den Tourismus. Deshalb sei ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und Umwelt erforderlich. Als "Farmers for future" bezeichnete der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Hermann Etzel, die Absolventen.

Die Vorsitzende der Prüfungskommission Hauswirtschaft, Rosa Ruch, und die Bildungsberaterin am AELF Passau, Helene Winkler, erinnerten an den Ausbildungsweg der 23 neuen Hauswirtschafterinnen. Die Mehrzahl hatte sich nach einer Ausbildung und Tätigkeit in anderen Berufen ihr notwendiges Können und Wissen an der Landwirtschaftsschule erworben, drei von ihnen hatten den Weg über die Berufsschule und Lehrzeit gewählt. Die Zukunft werden sie als Leiterinnen in den Betriebshaushalten, aber auch als Ernährungsfachfrauen bzw. in Privat- und öffentlichen Haushalten wie z.B. Alten- und Pflegeeinrichtungen gestalten.

Die besten Absolventinnen in der Abschlussprüfung Hauswirtschaft waren Irene Scholz (Eggenfelden), Alexandra Nirschl (Pfarrkirchen) und Silvia Schachtner (Wurmannsquick).

Der Vorsitzende der Prüfungskommission Landwirtschaft, Thomas Thalhammer, dankte Johann Hilz als Inhaber des Prüfungsbetriebs in der pflanzlichen Erzeugung dafür, dass er zusammen mit Bildungsberater Franz Ebertseder an zwei Tagen für optimale Bedingungen gesorgt hatte.

Alexandra Nirschl als Sprecher der Hauswirtschafterinnen, Annette Moser und Florian Steiger ließen die Höhepunkte der vergangenen Ausbildungszeit Revue passieren. Den musikalischen Rahmen der Feier gestaltete das Duo "Aufgremped". − neu