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Gute Chancen für bäuerlichen Nachwuchs

Infoveranstaltung von Berufsschule und Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Bei der Informationsveranstaltung: (vorne von links) Landwirtschaftsdirektor Josef Eichenseer, Junglandwirtin Sabine Fuchs, Ursula Meisterernst (Abteilungsleiterin Berufsschule), Berufsschuldirektor Günther Ilg sowie (hinten von rechts) stv. Kreisobmann Robert Willnecker, Ausbilder Robert Nöbauer und Ausbildungsberater Franz Ebertseder mit interessierten Jugendlichen. −Foto: Neuhuber

Quelle: pnp

Pfarrkirchen. Jugendliche mit Interesse an Agrarberufen haben sich bei einer Veranstaltung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfarrkirchen (AELF) und der Berufsschule Pfarrkirchen umfassend über den Ablauf der landwirtschaftlichen Berufsausbildung und die Weiterbildungsmöglichkeiten in dieser Berufssparte informieren können. Zahlreiche Interessierte nutzten dies und kamen teils mit ihren Eltern in die Aula der Berufsschule.

Studiendirektor Günter Ilg betonte, dass es kaum einen Beruf gibt, der so umfassend und vielfältig sei wie der des Landwirtes. Kreisbäuerin Paula Hochholzer, ebenso zu Gast wie der stv. BBV-Kreisobmann Robert Willnecker, wies darauf hin, dass es gerade in Zeiten, in denen der Landwirt in einer kontroversen öffentlichen Diskussion steht, darum gehe, die Bevölkerung mit einer natur- und tiergerechten Wirtschaftsweise zu überzeugen. Entscheidend für die Berufswahl sollten die eigenen Wünsche und Neigungen sein, so Hochholzer.

Der Leiter des für die Berufsausbildung zuständigen Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfarrkirchen, Leitender Landwirtschaftsdirektor Josef Eichenseer, untermauerte, dass der Beruf des Landwirtes Perspektiven für die Zukunft biete. Die potenziellen Auszubildenden sollten sich von der momentanen Preissituation und Stimmung nicht zu sehr beeinflussen lassen, sagte er. Ein gut aufgestellter Betrieb und die vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweige würden auch bei strukturellen Änderungen im Gegensatz zu anderen Branchen Zukunftschancen für ein ganzes Berufsleben bieten. Lebensmittel, Rohstoffe und Energie würden immer benötigt. Der Beruf biete große Vielseitigkeit in der Produktion mit und in der Natur, modernste Technik und betriebswirtschaftliche Alternativen, so Eichenseer. Soziale Kompetenz in der Familie, in der betrieblichen Zusammenarbeit, aber auch in der Öffentlichkeit seien gefragt.

Ursula Meisterernst, Abteilungsleiterin Landwirtschaft der Berufsschule, stellte den Ablauf der schulischen Ausbildung vor, Bildungsberater Franz Ebertseder vom AELF informierte über den Ablauf der praktischen Ausbildung und die weiterführenden Schulen. Deutlich gemacht wurde auch die Notwendigkeit, sich die Ausbildungsbetriebe rechtzeitig vor dem Beenden des Berufsgrundschuljahres zu suchen, die entsprechend der geforderten vier Schwerpunkte ausgewählt werden sollten: zwei im Pflanzenbau und zwei in der Tierhaltung.

Besonders interessant war für die Jugendlichen der Bericht der ehemaligen Auszubildenden Sabine Fuchs aus Unterdietfurt, die ihren persönlichen beruflichen Weg schilderte und ihrer Begeisterung für den Landwirtschaftsberuf von Kindes Beinen an freien Lauf ließ. Ausbilder Robert Nöbauer aus Bad Birnbach zeigte den idealen Weg zur Bewerbung auf.

Im Anschluss an die Referate nahmen die Besucher die Gelegenheit wahr, den Fachkräften Fragen zu stellen und sich auch gleich für die Schule anzumelden. − neu