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Pisa statt pauken

Berufsschüler auf Abschlussfahrt in Pfarrkirchens Partnerstadt San Vincenzo

Besonders beeindruckte die Besucher aus dem Rottal die Stadt Pisa mit seinem weltberühmten schiefen Turm. −Foto: red

Quelle: pnp

Pfarrkirchen. Insgesamt 61 Auszubildende aus den Landwirtschafts- und Bauklassen nahmen an der traditionellen Abschlussfahrt des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Pfarrkirchen in die Partnerstadt San Vincenzo teil. Die Landwirte wurden von Lehrerin Ursula Meisterernst betreut. Abteilungsleiter Georg Grad sowie die Kollegen Markus Küblböck, Martin Wochinger und Susanne Braun begleiteten die Bau-klassen.

Fußball- Freundschaftsspiel - Nach über zwölf Stunden Fahrt hatten die beiden Busse San Vincenzo erreicht. Im Ferienpark Albatros konnten sich die Teilnehmer in den großen Poolanlagen bei Sonnenschein und Gelato von den Reisestrapazen erholen. Am Abend kochte Ursula Meisterernst für alle leckere Spaghetti.

Am nächsten Tag ging es nach Pisa, wo die Piazza dei Miracoli, vor allem aber der Schiefe Turm die Auszubildenden sowie Lehrer gleichermaßen beeindruckte. Nachmittags fuhren die Busse wieder nach San Vincenzo zurück, damit sich die Rottaler auf das abendliche Fußballspiel gegen die Calcio San Vincenzo Juniores vorbereiten konnten. Zwar trugen die Italiener den Sieg davon, nichtsdestotrotz wurde im Anschluss an das Spiel nach Herzenslust im Festzelt gefeiert. Bürgermeister Massimo Bandini zapfte das vom Pfarrkirchner Stadtoberhaupt Wolfgang Beißmann spendierte 60-Liter-Bierfass an. Für das kulinarische Wohl sorgte Küchenchef Emilio Pistoresi. Nach dem Drei-Gänge-Menü begrüßten Bürgermeister Bandini, Stadträtin Patrizia Nobili und der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Rosario Callari, die Besucher sehr herzlich und bedankten sich vor allem bei Georg Grad für die langjährige und sehr erfolgreiche partnerschaftliche Zusammenarbeit. Als Ausdruck der Freundschaft wurde ihm eine Uhr überreicht. Im Anschluss wurden Gastgeschenke in Form von bayerischem Bier und italienischem Wein ausgetauscht. Wehmut schwang jedoch bei aller Ausgelassenheit mit: Da Georg Grad in den Ruhestand geht, war das sein letzter Besuch als Lehrer in San Vincenzo.

Nach einer kurzen Fahrt durch wunderschöne Wein- und Olivenhaine stand am nächsten Tag eine Weinprobe auf der Azienda Agricola di Bulichella auf dem Programm. Dort wurden die Besucher sehr herzlich von dem japanischen Weingutbesitzer Hideyuki Miyakawa begrüßt. Der über Achtzigjährige erzählte von seiner Weltreise in den 60er Jahre, die ihn auch nach Italien geführt hatte. Die Liebe zum Land und zu seiner späteren italienischen Frau hatte ihn veranlasst, eines der heute bedeutendsten Weingüter der Toskana zu gründen.

Im Anschluss ging es zu Fuß auf die kleine Anhöhe von Populonia mit ihrer herrlich pittoresken Altstadt und mittelalterlichen Befestigungsanlage. Nach einer kleinen Stärkung stürzte man sich zur Abkühlung in die Fluten des Golfo di Baratti.

Auf den Spuren von Kaiser Napoleon - Der Samstag war dem Besuch der Insel Elba gewidmet. Mit Leihautos wurde die wunderschöne Insel, auf der der französische Kaiser Napoleon Bonaparte ein knappes Jahr in der Verbannung gelebt hatte, erkundet. Sonne, Strand, Meer und Gelato hinterließen noch einmal einen bleibenden Eindruck von der Schönheit Italiens, bevor es wieder nach Hause ging. − gg