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Weiteres Plus in der Ausbildung

Berufliches Schulzentrum in Förderprogramm aufgenommen – Neu Möglichkeiten rund ums Baugewerbe

Machten sich vor Ort ein Bild von der Ausbildung in den Bau- und Technikberufen: die ehemalige Landtagsabgeordnete Reserl Sem (2. von rechts) und Landrat Michael Fahmüller (rechts) mit dem stellvertretenden Schulleiter Günther Ilg (3. von rechts) und dem Abteilungsleiter der Technikerschule, Friedrich Ebertseder (hinten links). −Foto: Kreibich

Quelle: pnp

Pfarrkirchen. Viele Erfolge hat die jetzt ehemalige Landtagsabgeordnete Reserl Sem für den Landkreis Rottal-Inn in München erzielen können. Am Ende dieser langen Reihe stand eine Förderung für die Ausstattung des Beruflichen Schulzentrums in Pfarrkirchen: Die Schule wurde in das Programm "Exzellenzzentren an Berufsschulen" aufgenommen.

Verbunden damit ist eine finanzielle Förderung von rund 93000 Euro, auf die vom Landkreis noch einmal Geld "draufgepackt" wird. Damit können zukunftsträchtige Projekte an der Schule umgesetzt werden, die insbesondere in den Berufen rund um den Bau eine Ausbildung auf höchstem Niveau ermöglichen.

Es geht um "BuildingInformationModeling" Das "Zauberwort" dabei heißt "Building Information Modeling" (BIM). Es handelt sich dabei um einen intelligenten, auf einem 3-D-Modell basierenden Prozess, der Architekten, Ingenieuren und Bauunternehmen Informationen, und Werkzeuge für effiziente Planungen, Entwürfe und Konstruktionen sowie für die Verwaltung von Gebäuden zur Verfügung stellt. "Die BIM-Prozesse verhelfen nicht nur zahlreichen in den verschiedenen Sektoren des Bauens zu mehr Produktivität, sondern sie tragen auch zu höherer Arbeitsqualität bei und sie gewinnen mehr Aufträge", sagt stv. Schulleiter Günther Ilg bei einem Besuch in der Schule, zu dem er Sem und Landrat Michael Fahmüller eingeladen hatte, um zu zeigen: Das Geld vom Freistaat und vom Landkreis ist gut angelegt.

Wenn die angehenden Baufachleute und Absolventen der Technikerschule während der Ausbildung in den Firmen mit BIM konfrontiert werden, dann sei es von entscheidender Bedeutung, dass sie wissen, was da vor ihnen auf dem Bildschirm erscheint, erklärte Ilg: "Wir haben von Unternehmen schon Anfragen bekommen, ob oder wann wir BIM anbieten können – in Zukunft können wir das."

Als der von Sem unterstützte Antrag auf die Aufnahme in das Förderprogramm gestellt wurde, konnte das Schulzentrum mit seinem Angebot punkten: Aus dem Bereich "Bau" werden in Pfarrkirchen Technische Systemplaner für Stahl- und Metallbau, Metallbauer und Konstruktionsmechaniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Zimmerer, Trockenbauer, Maurer und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik beschult. "Weil wir dies unter einem Dach haben, können wir die für die BIM-Ausbildung notwendigen Systeme problemlos und übergreifend benutzen", so Ilg.

Angeschafft werden jetzt nicht nur PCs, Bildschirme, Drucker, Programme: Es werden auch Schulungen durchgeführt und Klassenräume umgebaut.

Sem: Bestätigung für gute Arbeit Landrat Fahmüller betonte, dass der Landkreis als Sachaufwandsträger großen Wert auf eine optimale Ausstattung der Schule legt: "Wir brauchen die Fachkräfte, die hier ausgebildet werden, damit die heimischen Betriebe auch in Zukunft auf dem Markt erfolgreich sein können." Junge Leute, die sich für eine Zukunft im Baugewerbe interessieren, fänden hier im Beruflichen Schulzentrum eine allererste Adresse.

Reserl Sem freute sich sehr über den Erfolg der von ihr unterstützten Initiative, gab aber Lob und Anerkennung zurück an Schule und Landkreis: "Ihr habt mit Euerem Konzept überzeugt, und die Aufnahme in das Exzellenz-Programm ist die Bestätigung für jahrelange gute Arbeit". − hl