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Die Kunst des Schreinerhandwerks

Gesellenstücke in der Sparkasse zu sehen – Ausstellung läuft noch bis Freitag, 2. Oktober

Freuen sich über die gelungenen Gesellenstücke: (von links) Sparkassendirektor Josef Borchi, stv. Obermeister Martin Huber und Obermeister Hans Entholzner (Schreiner-Innung Pfarrkirchen), Kreishandwerksgeschäftsführerin Ingrid Hopfinger, Obermeister Hans-Dieter Etzelsbeck (Schreiner-Innung Eggenfelden), Kreishandwerksmeister Konrad Straßl und Sparkassenmarktgebietsleiter Martin Mühlthaler.

Johannes Wagner aus Walburgskirchen gewann den Wettberwerb "Die Gute Form" mit seinem Schmuckwürfel.

Diese acht jungen Schreiner präsentieren ihre Gesellenstücke: (von links) Lena Maier (Zeilarn), Tobias Rieglsperger (Reut), Jonas Reisinger (Simbach), Katrin Attenberger (Postmünster), Nico Rinnerhofer (Pfarrkirchen), Felix Kahler (Nöham), Johannes Wagner (Walburgskirchen)und Corinna Ketzlich (Gangkofen). −Fotos: red

Quelle: pnp

    

Simbach. In etwas abgeänderter Form fand heuer die Ausstellungseröffnung der jungen Schreiner statt, bei der sie ihre besten Gesellenstücke im Foyer der Sparkassenhauptgeschäftsstelle am Kirchenplatz präsentieren können.

"Wir haben heute auf Grund von Corona ein anderes Besucherformat. Denn normalerweise sind wir es gewohnt, mit deutlich mehr Gästen hier zu stehen. Allerdings haben wir ganz bewusst auch auf die Einladung der politischen Vertreter verzichtet, damit die Eltern der Schreinerinnen und Schreiner zu der Feier kommen können", sagte Vorstandsvorsitzender Josef Borchi bei seiner Begrüßung.

Borchi wies bei der Eröffnung auf den ganz besonderen Stellenwert dieser Ausstellung hin, da die Sparkasse in ihrer Funktion als Hausbank eng mit dem Mittelstand und Handwerk im Landkreis verbunden sei. "Meine Anerkennung und mein Dank für die ausgestellte Handwerkskunst gilt nicht nur den hier anwesenden Gesellen, sondern vor allem auch den Ausbildungsbetrieben und den Meistern. Ihre Leistung ist es, die als Motor der beruflichen Bildung nicht oft genug hervorgehoben werden kann", so der Sparkassenchef. Gerade die Ausbildungsbereitschaft des Handwerks in der Region sei beispielhaft, da sie vielen jungen Menschen eine berufliche Zukunft und Perspektive biete.

Borchi ging auch auf die aktuelle Wirtschaftslage ein. Auch wenn im Augenblick das Schreinerhandwerk mit Auftragsstornierungen zu kämpfen habe, so ist er sich sicher, dass man schon sehr bald wieder mit bessere Zeiten rechnen könne.

Kreishandwerksmeister Konrad Straßl gratulierte den jungen Handwerkergesellen zu ihren Leistungen, die in ihrer Fantasie entstanden und durch ihren Kopf und Verstand anschließend umgesetzt worden seien. "Die jetzige Ausbildung ist der Garant für den zukünftigen Lebensstandard, bei dem euch die Firmen, Fachlehrer und Eltern geholfen haben."

Im Anschluss erhielten die Schreiner der drei besten Gesellenstücke im Rahmen des Wettbewerbs "Die Gute Form" ihre Urkunden verliehen. Über den ersten Preis konnte sich Johannes Wagner von der Schreinerei Liedl in Pfarrkirchen freuen. Der Walburgskirchener hatte einen Schmuckwürfel aus Elsbeere angefertigt. Für die Erstellung des Möbelstücks gab es eine zeitliche Vorgabe von 80 Stunden, die eingehalten werden musste. Bei der Anfertigung hatte er auch einen niederbayerischen Birnbaum aus der Nähe von Bad Birnbach verwendet. Das Möbelstück besteht aus vier Schubfächern und einer Klappe, die mit Stoßdämpfern versehen ist, um ein langsames Schließen und Öffnen zu ermöglichen.

Den zweiten Platz belegte Cedric Eichinger von der Schreinerei Brandl in Taufkirchen. Der Eggenfeldener hatte einen Zeichentisch aus Eiche angefertigt. Über den dritten Platz freute sich Nico Rinnerhofer von der Pfarrkirchner Schreinerei Maier. Der Pfarrkirchner hatte ein Wandbord aus Eiche kreiert und angefertigt.

Insgesamt legten heuer im Landkreis 25 Schreiner die Gesellenprüfung ab. An dem Wettbewerb "Die Gute Form" hatten 15 junge Handwerker der Innungen Eggenfelden und Pfarrkirchen-Griesbach teilgenommen. Bei der Ausstellung präsentieren acht Schreiner ihre Gesellenstücke. Neben Schreibtischen, Kommoden, Garderoben und einem Sofa werden auch ein Nachttisch und ein Waschtisch gezeigt. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Bank noch bis Freitag, 2. Oktober, zu sehen.− red